Ein Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungslehrgang von Frau für Frauen  mit männlicher Unterstützung fand am Sonntag, den 02. Dezember im Kamener Dojo statt. Geleitet wurde der Lehrgang von Manuela Schäfer, 5. Dan.

 

Den Anfang machten Aufwärmübungen mit viel Krafteinsatz. Anschließend wurden einfache Techniken wie Tetsui Uchi, Empi Uchi und Hiza Geri geübt. Manuela achtete auf eine kraftvolle Ausführung und Willensstärke, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Abwehr und einen erfolgreichen Konter sind. Es wurde deutlich, dass Selbstverteidigung viel mit Körperkontakt zu tun hat. 

Weiter ging es mit Übungen an der Pratze sowie Möglichkeiten der Befreiung bei Angriffen von vorn und hinten. Dies wurde bis hin  zur Bodenlage durchgespielt.

 

Zum Abschluss wurden in der Gruppe Verhaltenstipps zusammengetragen. Es wurde überlegt, welche gefährlichen Situationen zum Beispiel in der Disco oder in der Tiefgarage auftreten können. Aufmerksamkeit mit dem Ziel solche Situationen zu vermeiden ist die beste Selbstverteidigung, denn diese beginnt im Kopf. Jede Frau muss sich damit auseinandersetzen. 

Mit gutem Handwerk haben Nikos zum 1. Dan und Alexander zum 2. Dan ihre Danprüfung bestanden. Herzlichen Glückwunsch.

Am Sonntag, den 21. Oktober fand in Kamen ein Stilrichtungslehrgang mit Sensei Alf Lehmann, 5. Dan, statt.

Trotz der Ferien hatten sich einige Unentwegte im Dojo eingefunden, um etwas zu dem Thema „Merkmale des Goju Ryu Stils“ in Erfahrung zu bringen.

Nach dem Laufen der Kata Umpho als Einstieg ging es direkt los mit der Partnerarbeit. Als Warm Up wurde die Abhärtungsübung mit Soto Uke, Yoko Uke und Haraiotoshi Uke durchgeführt. Mit dieser Übung werden nicht nur Basis-Fähigkeiten trainiert, sondern es kommt auch zu einer Verdichtung der Knochenstruktur.

Anschließend wurden verschiedene Verteidigungsmöglichkeiten gegen einen Griff zum Hals geübt. An die Kake Uke als Abwehr, zunächst im Stand und dann mit Taisabaki, schlossen sich Konter und weitere Techniken, nämlich eine Fegetechnik, Fuß- bzw. Oberschenkeltritte, Fixierung und Würgegriffe, an. Hierbei galt es, auf den Flow zu achten. Alf betonte, dass es wichtig ist, sich zu überlegen, welche Intention es im Training gibt. Entweder steht der Selbstverteidigungsgedanke im Vordergrund oder das Üben von Skills. 

Nach der Pause ging es als Warm Up mit Kakie- Übungen weiter und danach standen charakteristische Kata-Sequenzen auf dem Programm. Auch hier war wieder der Flow zu beachten, weiterhin die Tatsache, das es sich nicht um Duell-Situationen handelt, sowie das Prinzip der Verkürzung der Distanz. Zu den Katas Geki Sai Dai Ichi, Shi So Chin und Seenchin erarbeiteten die Teilnehmer Bunkai-Möglichkeiten und stellten diese im Plenum vor. Alf wies darauf hin, dass es in den Katas keine Stellungen, Bewegungen oder Haltungen gibt, die keine Bedeutung haben. Als wichtiges Prinzip stellte sich heraus, dass man sich nicht vom Gegner löst. 

Mit diesem Lehrgang wurden einige wichtige Grundmerkmale des Goju Ryu verdeutlicht.