Internationaler Sommerlehrgang 27.5.2017


Strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen bildeten den Rahmen für den Internationalen Karate Do Sommerlehrgang in Kamen.
Ausrichter war der Karate Do Club Kamen/Bergkamen e.V..
Über 300 Teilnehmer aus dem In- und Ausland hatten sich auf dem Gelände der Kamener Gesamtschule eingefunden, um ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern,
nämlich das 50jährige Bestehen des Yuishinkan Karate Do in Deutschland.


Das Trainingsangebot war breit gefächert und vielfältig:
Ulrich Heckhuis unterrichtete die Schwerpunkte auf Danprüfungen und Fritz Nöpel erläuterte die Anforderungen an höhere Dangrade.
Bei Horst Espeloer trainierten die Teilnehmer die Prinzipien der Selbstverteidigung. Die 4 kleinen Kata im Yuishinkan hatte Manuela Schäfer auf dem Programm.
Bei Christian Winkler und Lutz Klemann konnte man erfahren, was Oyo Bunkai bedeutet. Fritz Nöpel und Axel Koschorreck boten eine Einheit für Jukuren an.
Die Kata Gekisai wurde bei Uwe Portugal mit dem Hanbo gelaufen.
Horst Nehm stellte eine moderne Interpretation des Yuishinkan vor und Manfred Rogalla erklärte die Prinzipien der Bunkai.
Bei Frank Beeking schließlich ging es um die realistische Selbstverteidigung, wie sie sich aus den Grundformen entwickeln kann.



Nach Beendigung der Trainingseinheiten wurden langjährige Weggefährten Fritz Nöpels wegen ihrer besonderen Verdienste um das Karate Do geehrt.
Einen besonders langen Applaus gab es für Eiko Nöpel, die starke Frau an der Seite des Meisters, ohne die dessen Lebenswerk nicht möglich gewesen wäre.
Kamens Bürgermeister Hermann Hupe zeigte sich einmal mehr beeindruckt von der Diszipliniertheit und Höflichkeit der Karateka und brachte seine Hoffnung
zum Ausdruck, dass dieses vorbildliche Verhalten ein Gegengewicht zu der heutzutage oft zu beobachtenden Respektlosigkeit bilden könnte.

Im Anschluss an die Ehrungen gab es eine Vorführung.
Meister Nöpel und die Karateka des Kamener Honbu Dojos zeigten die 12 Yuishinkan Kata sowie Kumite Ura und Nage Waza.

Den Abschluss des Lehrgangs bildete die Jubiläumsfeier mit asiatischem Buffet und zwei Ausstellungen. Der Internationale Sommerlehrgang
präsentiert nicht nur die ganze Vielfalt des Yuishinkan Karate Do, sondern bietet auch die Gelegenheit, viele alte Bekannte wieder zutreffen
und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Eine sehr gelungene Veranstaltung, von der die Teilnehmer zahlreiche Eindrücke mit nach Hause nahmen.



Am Sonntag, den 7. Mai fand im Honbu Dojo in Kamen eine Dan-Prüfung statt.

Prüfer waren Hanshi Fritz Nöpel, 10. Dan, Hanshi Ulrich Heckhuis, 8. Dan und Renshi Christian Winkler, 6. Dan.

Folgende Karateka traten an:

Cordula Braun, Hans-Jürgen Howein, Niklas Johr, Heinrich Kampschulte und Samuel Tschunkert zum 1. Dan,

Hendrika Kastner zum 2. Dan,

Sandra Winter zum 5. Dan und

Dieter Demuth zum 6. Dan.

Die Prüflinge zeigten ihr Können in den Disziplinen Kihon Ido, Kata, Kata Bunkai, Kumite Ura und Nage Waza sowie Selbstverteidigung.
Die unter 30-Jährigen mussten zusätzlich noch Shiai Kumite absolvieren.

Zum 1. Dan wurde die Kata Sanseru gelaufen. Zum 2. Dan stand die Shi So Chin auf dem Programm und zum 5. Dan die Kururunfa.
Zum 6. Dan hatte der Prüfling die Sepai gewählt.

Die Prüfer waren mit den gezeigten Leistungen zufrieden, so dass alle Teilnehmer ihre nächste Graduierung erreichten.

Herzlichen Glückwunsch!



Kumite Ura 


Nage Waza


Bestanden



Der dritte Dansha-Lehrgang des Jahres fand am Sonntag, den 23. April  unter der Leitung von Tobias Zöllner, 5. Dan Renshi, und Felix Lehmann, 4. Dan, im Honbu Dojo in Kamen statt.

Das Thema war die Selbstverteidigung.

Die theoretische Einführung stand unter der Fragestellung  „Wie soll man im Ernstfall reagieren?“

Zunächst wurde die Tatsache behandelt, dass Karate aus dem Gedanken der Selbstverteidigung entstanden ist.
Tobias erläuterte dann den Paragraphen 32 StGB (Notwehrparagraph) und den Paragraphen 33 StGB (Notwehrüberschreitung), wobei der Hinweis erfolgte,
dass der Lehrgang unter dem Aspekt des eingetretenen Notwehr-falls steht, d.h. es sollte vom schlimmsten anzunehmenden Vorfall ausgegangen werden.
Anschließend wurden die zwei Phasen des Kampfes, also die Vorkampfphase und die eigentliche Kampfphase, besprochen.
Zu der Kampfphase wurde erklärt, welches die richtigen Techniken für die unterschiedlichen Distanzen sind und welche Angriffspunkte am Körper des Gegners zu wählen sind.

Als Fazit ließ sich festhalten, dass es in der Selbstverteidigung kein Patentrezept gibt, da die Situationen jeweils unterschiedlich und vielschichtig sind.

Im praktischen Teil gab es zu Beginn eine Aufwärmübung, bei der ein Partner von vorn, von der Seite und von hinten angriff und der andere Partner nur abwehren durfte.

Dies ging dann über in die eigentliche Selbstverteidigung mit individuellen Abwehr- und Konterreaktionen des Verteidigers.

Zu den unterschiedlichen Arten der Angriffe und den jeweiligen Kontermöglichkeiten gab es ausführliche Hinweise von Tobias und Felix.

Nach der Pause wurden schwerpunktmäßig Basic-Kontertechniken an der Pratze geübt: Fauststöße, Mae Geri und Hiza Geri, Kage Tsuki, Shisai Mawashi Geri, Low-Kicks und Kombinationen kamen zum Einsatz.

Es stellte sich heraus, dass die Pratzen bestens geeignet sind um festzustellen, ob die eigenen Techniken Wirksamkeit zeigen und welche Techniken einem gut oder nicht so gut liegen.

Als wichtige Erkenntnis aus dem Lehrgang nahmen die Teilnehmer mit, dass effektive Selbstverteidigung sehr schwierig ist.

Neben der Wahl der richtigen Techniken und deren konsequenter Ausführung ist dabei der Glaube an sich selbst von entscheidender Bedeutung.


Partnerübungen zur SV


Nage Waza in der SV