Yuishinkan wird oft blumig mit Halle des tapferen Herzen übersetzt.

Diese Übersetzung verbreitet sich, seit dem das Internet schlauer ist als man selbst.

Yui-allein, Shin-Herz, das Herz allein oder "Mind only" trifft es wohl besser. Jenseits der Technik und guten Absichten braucht es doch wohl noch was anderes. Die scheinbar bestehenden Grenzen sind oft in uns selbst, und wie wir die Dinge sehen.

Für die Zen Master und Denker werden diese Grenzen hier aufgedröselt.

https://www.dona-verlag.de/tpl/donaverlag/pdf/47.pdf

Für den Karateka im Yuishinkan Dojo heißt Grenzen verschieben immer erstmal was ganz Einfaches. Grenzen verschieben durch physisches Training.

Was nützt einem die ganze Erkenntnis wenn kein Dampf auf dem Kessel ist.

Da sind Prüfungen und spezielle Projekte ganz hilfreich. Zum Beispiel:

Nikos Loukidis, Phillip Koch, Benjamin Hög, Alexander Hakenesch, Marek Kapica

Etwas mehr als ein dreiviertel Jahr ist es nun her, dass sich die Yuishinkan Mud Experts, bestehend aus Phillip Koch, Nikos Loukidis, Benjamin Hög, Marek Kapica und Alexander Hakenesch, zu einer ersten Trainingseinheit trafen. Diese war zu dem Zeitpunkt noch eine reine Outdoor Karate Veranstaltung, bei denen die „Mud Experts“ einen 5-10 km langen Parcours absolvierten und an vereinzelten Stopps Kata, Kumite und Kihon Einheiten einlegten.

Kurze Zeit später kam die Gruppe auf die Idee sich beim Tough Mudder* anzumelden und das Training entsprechend zu modellieren. Aus den Kata, Kumite und Kihon Einheiten bei den verschiedenen Stopps wurden nun Ganzkörperübungen.

Diese Übungen fokussieren sich auf Kräftigung des Oberkörpers sowie der Arme um den vielen Hangel und Kletter Herausforderungen des Tough Mudder gut vorbereitet entgegentreten zu können.

Bei diesen Übungen werden die gegebenen Alltagsobjekte mit eingebaut. So dienen bspw. Bänke als Erhöhung um Dips oder Fahrradständer um „hängende Liegestütze“ durchzuführen. Des Weiteren werden Brücken, nur mit Kniebeugen überquert. Teilweise werden auch die Trainingspartner zum Gewicht erklärt, welches über eine bestimmte Zeit getragen werden muss.

Mittlerweile umfasst die Trainingsstrecke mehr als 12 Kilometer mit 10 Stopps.

Zudem absolvieren die Mud Experts 2-3x wöchentlich das Karate Training im Kamener Dojo sowie einzelne Individuelle Trainings/ Vorbereitungseinheiten.

Ob diese Vorbereitung ausreichend ist, werden wir am 13.5.2017 erleben.

 

Bleibt nur das Beste zu hoffen.

 

*Der Thought Mudder ist ein Hindernislauf über 16 Kilometer mit über 20 Hindernissen in der Nähe von Arnsberg.

 


Ein Dansha-Lehrgang mit Meister Fritz Nöpel, 10. Dan, fand am Sonntag, den 02.04. in Kamen statt.
Rund 20 Karatekas nahmen teil.

Das Thema war die Vorbereitung auf die Dan-Prüfung.

Der Meister ging auf häufig vorkommende Fehler ein und besprach umfassend, was bei der Prüfung zu beachten ist.
So behandelte er unter anderem folgende Aspekte:

  • Wie bekämpfe ich die Angst vor der Prüfung?
  • Worauf kommt es bei der Wahl des Prüfungspartners an?
  • Wie sollen die Yakusoku Techniken und die Nage Waza ausgewählt werden?
  • Wie soll die Selbstverteidigung dargestellt werden?
  • Welches sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Dan-Graden?

Im praktischen Teil wurde dann zunächst Kihon Ido geübt, wobei Fritz besonderen Wert auf die Stände legte.
Wichtig ist, dass man unbewusst schon richtig steht, dass die Wendung (Bensoku Dachi) selber auch ein Stand ist und dass man bei und nach der
Abgabe der Kontertechnik bereit sein muss für weitere Techniken.

Nach der Pause ging es weiter mit Partnerformen. Kumite Ura, Nage Waza und SV-Formen standen auf dem Programm.
Jedes Paar übte zuerst seine Formen und stellte diese dann vor.
Dazu gab es von Hanshi Nöpel ausführliche Erläuterungen und Korrekturen.

Wenn alle diese Punkte bei der Vorbereitung beachtet werden, gibt es keine Angst bei der Prüfung.

Die Lehrgangsteilnehmer konnten wieder zahlreiche Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.


Packversuch von vorne, demonstriert von Hanshi Nöpel und Renshi Lehmann.


Nage Waza und Kontrolle nach dem Wurf.


Ein Breitensportlehrgang mit Alf Lehmann fand am Sonntag, den 26. März in Kamen statt.

Das Thema lautete: „Die Grundlagen der Kampfkunst“.

Trotz des schönen Wetters waren 15 Karatekas zum Lehrgang erschienen.

Als theoretischen Einstieg verteilte Alf zwei Texte, die die Merkmale einiger Karate-Do Stile zum Inhalt hatten.
Diese Blätter bestätigten die Aussage:

„Kraft und Ausdauer sind die Grundlage der Kampfkunst.“

Eine gute Kondition bildet die Basis, auf der die drei K’s im Karate-Do, nämlich Kihon, Kata und Kumite, aufbauen.

Nach einer kurzen Aufwärmphase ging es dann direkt los mit Partnerübungen. Zunächst wurde in der Nahdistanz in verschiedenen Abstufungen trainiert.
Weiter ging es mit Übungen in der Bodenlage und Bodenkampf. Gerade für diese Form des Trainings ist Kondition unerlässlich.
Nach verschiedenen Kakie-Übungen standen Sparringsformen in der mittleren Distanz auf dem Programm.
Bei allen diesen Übungen gab es einen permanenten Partnerwechsel.

Nach der Pause wurde mit Sparring weitergemacht. Ein Partner deckte den anderen 1 Minute lang mit Schlägen ein, während der andere nur abwehren durfte.
Dies wurde in mehreren Durchgängen wiederholt.

Dann ließ Alf einen Kraft-Ausdauer-Test durchführen. Es mussten Liegestütze, Sit-ups und eine Halteübung im Stütz absolviert werden.
Hierbei konnte jeder Teilnehmer seinen Stand der Kondition überprüfen. Wie man die erkannten Defizite beheben kann, zeigte Alf anhand von Übungen mit Gewichten. 
Die Langhantel und die Cattle Bells kamen zum Einsatz.
Unter anderem wurden verschiedene Laufübungen mit den Cattle Bells , z.B. der Farmer Walk, durchgeführt.

Den Abschluss bildeten Kombinationsübungen, die aus Laufen, Cattle Bells Swing, Liegestützen und Kniebeugen bestanden sowie die Kata Sanchin.

In der Schlussrunde bestätigten die Teilnehmer, dass Kraft und Ausdauer die Grundlage sind, auf der Kihon, Kata und Kumite aufbauen können.

Dies war ein schweißtreibender Lehrgang. So viele Teilnehmer mit einer „gesunden“ Gesichtsfarbe sieht man sonst nur beim Kagami Biraki.


Ohne Kommentar.


Alf und Waldemar demonstrieren die Übung.


Sparring am Partner


Kniebeugen mit den Cattle Bells (Viehglocke)