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Zahlreiche Teilnehmer ab Grüngurt-Level hatten sich am Sonntag, den 7. September im Dojo des KKB e.V. zu einem Breitensport-Lehrgang eingefunden. Geleitet wurde der Lehrgang von Alf Lehmann (4. Dan) und Tobias Zöllner (5. Dan).
Zu Beginn gab es eine kurze Diskussionsrunde, bei der sich die Teilnehmer über die Trainingsinhalte in ihren Dojos austauschten. Vor allem ging es darum, wie hoch der Anteil der Prüfungsvorbereitung im Jahresschnitt ist und mit welcher Intensität und Häufigkeit andere Inhalte trainiert werden.
Im praktischen Teil wurden standen Auszüge aus der Prüfungsordnung auf dem Programm, schwerpunktmäßig Techniken und Kombinationen aus dem Kihon Ido. Diese wurden zunächst als Solo-Form geübt, anschließend ging es in die praktische Anwendung mit dem Partner und an der Pratze. Dabei gaben Alf und Tobi entscheidende Hinweise zur korrekten Ausführung und wiesen auf mögliche Fehlerquellen hin. Nicht nur die detaillierten Erklärungen der beiden Trainer zu Bewegungsauflauf und Körperdynamik sondern auch die Vorgaben bei der praktischen Umsetzung führten bei den Teilnehmern zu einem fundierteren Verständnis der jeweiligen Kihon Ido Formen.
Als nächste Stufe wurde dann noch das freie Bewegen mit dem Partner bzw. an der Pratze geübt. Hier konnten wichtige Aspekte wie Reagieren auf den Partner, Timing und Distanzgefühl noch mal intensiv geschult werden.
Zum Abschluss gab es noch eine Feedback-Runde, in der die Teilnehmer einhellig ihr Interesse an weiteren Lehrgängen dieser Art bekundeten.

Mit 35 Teilnehmern aus dem Oberstufenbereich war der Stilrichtungs-Lehrgang am vergangenen Sonntag wieder sehr gut besucht. Christian Winkler und Jürgen Beuerlein hatten sich die Kata Sepai vorgenommen.
Zunächst wurden vorbereitende Bewegungsübungen mit dem Partner gemacht, teilweise schon mit Elementen aus der Kata, um den Teilnehmern die für die Kata notwendigen Fertigkeiten bewusst zu machen. Folgendes war zu beachten: beim Abgeben der Techniken den ganzen Körper einsetzen, aus dem Schwerpunkt heraus arbeiten, die Bewegungen müssen fließend und dennoch kraftvoll sein. Wichtig sind auch die Bewegungen zwischen den Endpunkten, d.h. die Übergänge von einer Technik oder Sequenz zur nächsten. Diese werden häufig vernachlässigt, weil man sich nur darauf konzentriert, wie die fertige Technik auszusehen hat. Dabei sind es aber gerade diese Übergänge, von denen eine Technik lebt. Bei der Kata Sepai kommt dies ganz besonders zum Tragen, denn sie enthält zahlreiche eingedrehte Techniken und fließende Bewegungsabläufe.
Christian wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Kata-Bewegungen anders sind als die klassischen Kihon-Bewegungen. Viele Braun-und Schwarzgurte sind noch zu Kihon-lastig, die Kata wirkt dann abgehackt.
Im zweiten Lehrgangsteil wurde die Kata abschnittsweise gelaufen, wobei jede Sequenz auch als Bunkai geübt wurde. Christian gab die jeweiligen Bunkaiformen vor, diese wurden zunächst in der Gruppe, anschließend selbständig geübt. Dabei hatten die Teilnehmer auch die Gelegenheit eigene Ideen zu entwickeln und diese vorzustellen. Insgesamt stand aber Omote im Vordergrund.
Natürlich wurden auch detaillierte Hinweise zur richtigen Ausführung gegeben. So ging es zum Beispiel um die Unterschiede zwischen den Shiko-Dachi – Passagen, die sicher nicht allen Teilnehmer geläufig waren.
Abschließend kann man sagen, dass der Lehrgang etliche neue Erkenntnisse und ein tieferes Verständnis der Sepai vermittelt hat.
"Klebende Hände° zur Vorbereitung auf die Kata

Kata Se Pai (üben)
Bild gelöscht auf verlangen abgebildeter Personen
Kata Se Pai (üben, üben, . . . )
Seit nunmehr schon 14 Jahren findet während der Sommerferien beim KKB e.V. ein spezielles Training statt, das sich vom regulären Trainingsbetrieb in mehreren Punkten unterscheidet.
Dieses Sommertraining ist ein besonderes Angebot für die Oberstufen-Leute, die hier die Gelegenheit haben, 6 Wochen lang bestimmte Aspekte des Karate-Do intensiv zu trainieren.
So wurden in den vergangenen Jahren zum Beispiel mehrere hohe Kata geübt, die beim herkömmlichen Training nicht so oft vorkommen. Aber auch Partnerformen, Pratzentraining sowie grundlegende Fertigkeiten etwa beim Kihon Ido oder bei der Kata Sanchin werden ausgiebig behandelt.
In diesem Jahr stand zum einen die Dan-Vorbereitung auf dem Programm, zum anderen ging es um die Schulung jener Fähigkeiten, die einen Dan-Träger von einem Kyu-Grad unterscheiden sollten: ein grundlegendes Verständnis der Körpermechanik und die entsprechende Umsetzung in dynamische und effiziente Techniken.
Eine weitere Besonderheit des Sommertrainings besteht darin, dass in den letzten 20 bis 30 Minuten des Trainingsabends jeder eigenverantwortlich trainiert, d. h. je nach Bedarf entweder Konditionsübungen macht, Kata läuft, mit dem Partner übt, etc. Hierbei kann man auch feststellen, ob man in der Lage ist, ernsthaft zu trainieren, ohne dass jemand vorn steht und die Kommandos gibt.
Das Sommertraining wird sehr gut besucht und ist mittlerweile auch über die Stadtgrenzen von Kamen hinaus bekannt, so dass auch zahlreiche Karateka von außerhalb daran teilnehmen.

