Angriff vs. KonterAm 23.11. lud der Stilrichtungsreferent des Goju Ryu im KDNW nach Bergkamen ein, um mit den Anwesenden das Thema Trainingsmethoden zu erarbeiten. Die gut 30 Teilnehmer mussten zunächst einmal erklären, was sie darunter verstehen und ob sie überhaupt erkennen können, ob sie zielgerichtet trainiert werden. In kleineren Gruppen durften dann zu verschiedenen, selbst gewählten Themen, Trainingsmethoden erarbeitet werden. Diese wurden dann später der Gruppe vorgestellt.

Für erfahrene Karateka sollte es einfach sein, eine Technik oder einen Stand gezielt im Training zu bearbeiten. Aber es zeigte sich, dass komplexere Bewegungsabläufe, die mit Distanz und Timing verbunden sind, eine große Herausforderung darstellen.

Wie gewohnt, zog Christian den ein oder anderen Zahn der "Karate-Illusionisten" und stellte Kombinationen vor, die einem aufzeigen, was geht oder eben halt nicht. Diese Selbsterkenntnis ist wichtig, um sein eigenes Karate zu fördern und als Übungsleiter Möglichkeiten zu haben, seine Schüler ein Stück weiter zu bringen. Karate soll nicht nur schön aussehen, sondern auch funktionieren. Funktioniert es dann gut, wird es auch gut aussehen.

In der zweiten Hälfte des Lehrgangs ließen uns Christian und Alf an ihrem tiefen Verständnis für die traditionellen japanischen Trainingsmethoden Teil haben. Warum Übungen wie das Kote Kitae so wichtig für das Goju Ryu sind und was sie bewirken. Oder wie man mit Medizinbällen spielerisch, aber doch karate-spezifisch, Kraft, Schnelligkeit und Timing trainiert.

 

 

 

Wieder einmal hat sich gezeigt, dass Bewegungen im Karate nicht als Einzelbild gesehen werden dürfen, sondern viele kleine Zahnräder ineinandergreifen müssen um Effektivität zu erzielen. Der Weg zwischen diesen Bildern ist enorm wichtig und wie man von einem Bild zum nächsten kommt. Die Herausforderung besteht dann darin, für sich selbst oder andere, Lösungen zu finden, diesen Weg zu gehen. Und gerade im Karate ist dies ein langer, steiniger Weg, der Ausdauer und Durchhaltevermögen erfordert. So war dann auch die Einladung zum Kagami Biraki 2015 passend als Schlusswort von Christian.