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Category: Berichte
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An drei aufeinander folgenden Samstagen im Februar bot Manuela Schäfer, 5. Dan, einen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für Frauen an. In der theoretischen Einführung erläuterte Manuela zunächst den Grundsatz, dass Selbstverteidigung im Kopf beginnt. Hierzu gehören Wachsamkeit im Alltag und die Bewusstheit über gefährliche Situationen. 

Im praktischen Teil ging es dann als erstes um die Körperhaltung. Eine gebeugte Haltung  und schüchternes Auftreten machen frau leicht zum Opfer. Demgegenüber wirkt ein aufrechter, selbstbewusster Gang abschreckend auf mögliche Täter. Bei den anschließenden Partnerübungen konnten die Teilnehmerinnen ausprobieren, wie man sich befreien kann, wenn man gepackt worden ist. Als Konter kamen einfache Techniken wie Tetsui Uchi und Empi Uchi zum Einsatz. Des weiteren wurden Übungen zur Distanz durchgeführt. Hier ging es darum festzustellen, wie nahe ich jemanden herankommen lasse, bevor ich mich unwohl fühle. Danach wurden Möglichkeiten der Verteidigung gegen Angriffe im Stand und in der Bodenlage geübt. Schließlich stellte Manuela alltägliche Waffen vor: Wie kann ich zum Beispiel einen Schlüsselbund, einen Regenschirm oder eine zusammengerollte Zeitung zur Verteidigung einsetzen?

Den Abschluss des Kurses bildeten ein Bruchtest, bei dem den Frauen bewusst wurde, wieviel Kraft eigentlich in ihnen steckt, sowie das Ausprobieren der zuvor geübten Verteidigungsformen mit männlichen Partnern.

 

Manuelas gut durchdachtes Konzept sorgte dafür, dass der Kurs großen Anklang fand. Viele Teilnehmerinnen würden gern einen fortgeschrittenen Kurs im Herbst besuchen.

Die Teilnehmerinnen beim Aufwärmen mit Manuela (im weißen Karate-Gi).