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Category: Berichte
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Am 24.01.2010 fand der erste Dansha Lehrgang des Jahres statt. Aus dem gesamten Bundesgebiet und diesmal sogar aus Tschechien, waren Karateka angereist, um diesen Lehrgang mit Fritz Nöpel und Alf Lehmann zu besuchen. 
Wie bereits 2009 angekündigt, wurde das Thema „ Vom Trainer zum Lehrer“ weitergeführt. War es beim letzten Lehrgang noch die Herausforderung die Selbstverteidigung zu beurteilen, so ging es diesmal im ersten Teil „ nur“ um das Kihon Ido. Hierbei mögen viele denken, dass die Grundschule eben nur eine festgelegte Form von Kombinationen ist, die abgelaufen wird. Aber gerade die Grundschule zeigt auf, ob ein Karateka seine Techniken beherrscht und er sie auch anwenden kann. Erstaunlicherweise sieht man immer wieder auf Dan Prüfungen gravierende Fehler, die schließlich auch dazu führen können, die Prüfung nicht zu bestehen. Die anwesenden Dan-Träger und –Anwärter durften nun in 4er Gruppen untereinander beurteilen, welche Fehler gemacht wurden, wie man sie verhindert und wie weit man Änderungen tolerieren kann. Da die Gruppen willkürlich gemischt waren, trafen 1. Kyu Grade und verschiedene Dan-Grade zusammen, die unterschiedliche Erfahrungen hatten und diese auch einbrachten. 
Im zweiten Teil des Lehrgangs ging es um die festgelegten Kumite-Formen, also Kumite Ura und Nage Waza. Auch hier bleibt nicht viel Spielraum für eigene Variationen, aber an diesen Formen ist auch sehr gut zu erkennen, ob ein Karateka sein Handwerk schon beherrscht. Für die kritischen Beobachter standen jetzt das Körper- und Distanzgefühl im Vordergrund.  Erfolgt das Ausweichen im richtigen Moment, wie ist der Stand, stimmt die Distanz, wäre die angewandte Technik wirkungsvoll gewesen und welche Rückschlüsse lässt die Körperhaltung auf die Einstellung schließen.  Auch hier gab es wieder einen regen Austausch und gute Ratschläge. 
Den schwarzen Gürtel zu bekommen, heißt nicht, nur noch neue Kata zu lernen und eigene Ideen zu verwirklichen. Die Grundlagen sind die Basis für ein gutes Karate. Sie zu verbessern und auch anderen vermitteln zu können, sollte als erstrebenswertes Ziel und nicht als Beiwerk betrachtet werden.