Am Sonntag, den 09. Juli fand im Kamener Honbu Dojo ein Jukuren-Lehrgang statt.

Die Lehrer waren Meister Fritz Nöpel, 10. Dan, Sensei Dieter Kießwetter, 6. Dan, und Sensei Martin Nienhaus, 5. Dan.
Rund 20 Karateka waren erschienen.

In der theoretischen Einführung behandelte der Meister verschiedene Themen.
Zunächst erläuterte er die historischen Ursprünge der verschiedenen Stilrichtungen im Karate Do sowie deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Die Kata als Schlüssel zur Beantwortung von Fragen, die sich im Laufe der eigenen Karate-Entwicklung ergeben, war ebenfalls Thema. 
Des Weiteren ging es um die 3 Formen der Selbstverteidigung sowie um häufig vorkommende Fehler, die bei der Vorbereitung auf die Dan-Prüfung gemacht werden.
In diesem Zusammenhang wurden auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Dan-Graden erklärt.
Neben Hinweisen zu den geschichtlichen Hintergründen des Karate-Do in China und Japan erörterte Fritz die Fragen, was für Späteinsteiger wichtig ist
und wie sich das Karate entwickelt, wenn man älter wird.

Für den praktischen Teil hatte der Meister ein mit Reisstroh umwickeltes Makiwara mitgebracht, an dem die Teilnehmer die Effektivität ihrer Techniken testen konnten.
Anschließend wurden die 12 Fäuste vorgestellt und geübt.
Mit dem Partner wurden dann verschiedene Formen der Abwehr gegen einen Packversuch trainiert, wobei die 12 Fäuste als Konter zum Einsatz kamen.

Nach der Pause übernahm Dieter Kießwetter das Training. Er gab eine Einführung in das Tai Chi Chuan, indem er beispielhaft einige Übungen zeigte und trainieren ließ,
die sowohl als Gesundheits- oder Energieübungen als auch als Kampfformen ausgeführt werden können.
Wichtig war ihm dabei, dass die Bewegungen locker und fließend ausgeführt werden. Die Übungen wurde zuerst als Solo-Form, dann mit dem Partner trainiert.
Zusätzlich ging Kießwetter auf die geschichtliche Entwicklung des Tai Chi Chuan in China ein.

Fritz machte dann weiter mit den unterschiedlichen Formen der Mawashi Uke.
Der Schwerpunkt lag hier auf der sauberen Ausführung der Verteidigung.

Den letzten Teil des Lehrgangs leitete Martin Nienhaus. Zu den zuvor geübten Tai Chi Chuan Bewegungen stellte er Partnerformen vor und entwickelte diese weiter.
Es zeigte sich, wie wichtig die Prinzipien der Schwerpunktverlagerung und der Rotation sind, um die Kraft des Gegners zu brechen oder aufzunehmen.

Dieses „Treffen der Stile“ demonstrierte den Facettenreichtum der Kampfkunst und lieferte viele Einsichten und Informationen.


Hanshi Nöpel am Makiwara


Tai Chi Chuan Partnerübungen


Partnerübungen zur Rotations- und Schwerpunktverlagerung



18.000 Meter

1,900 Höhenmeter

22 Hindernisse

Diese Schlagworte beschreiben den Tough Mudder in Arnsberg, welcher als einer der härtesten Tough Mudder Läufe Europas gilt.

Für die „Yuishinkan Mud Experts“ startete der Lauf am 13.05.17 morgens um 9:15 Uhr. Zwar war das Wetter mit Gewitter und Regen als nicht sehr vielversprechend angesagt aber die „Mud Experts“ ließen sich nicht beirren.

Im Endeffekt stellten die überwiegend schlammigen Hindernisse eine willkommen Abkühlung für die doch recht sommerlichen Wetterbedingungen dar. Von dem prophezeiten Regen oder gar Gewitter war nicht das Geringste zu sehen.

Die Hindernisse mit denen die „Mud Experts“ konfrontiert wurden, gingen über schlammige Parcours bis zu Hangel- und Kletterhindernissen. Es gab auch Hindernisse welche nicht direkt eine physische, sondern eher eine psychische Herausforderung darstellten, wie z.B. ein mit Eiswasser gefülltes Becken (angenehme 4c° warm Cool) und ein Dschungel aus Drähten, welche unter Strom standen. Das Tückische hierbei war, dass die Drähte nur alle paar Sekunden unter Strom gesetzt wurden und man nie genau wusste wann und vor allem wo der nächste Schlag trifft.

Auch der Teamgeist wurde bei einigen Hindernissen gefördert, da diese nicht ohne weitere Hilfe zu meistern waren. So mussten bspw. hohe Wände mithilfe von Räuberleitern oder eine rutschige 45° Wand mithilfe einer menschlichen Pyramide überwunden werden.

Die monatelange Vorbereitung der „Mud Experts“ kann nur als vortrefflich bezeichnet werden, denn alle kamen zeitgleich ins Ziel und waren direkt am Montag wieder für eine Trainingseinheit im Kamener Dojo zugegen. Für die „Mud Experts“ ist klar, dass dies keinesfalls der letzte Tough Mudder gewesen ist, an dem sie teilgenommen haben.

Die „Mud Experts“ freuen sich auf den Tough Mudder 2018 und hoffen auf weitere motivierte Karateka, die sich ihnen anschließen.

 

 

 


Internationaler Sommerlehrgang 27.5.2017


Strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen bildeten den Rahmen für den Internationalen Karate Do Sommerlehrgang in Kamen.
Ausrichter war der Karate Do Club Kamen/Bergkamen e.V..
Über 300 Teilnehmer aus dem In- und Ausland hatten sich auf dem Gelände der Kamener Gesamtschule eingefunden, um ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern,
nämlich das 50jährige Bestehen des Yuishinkan Karate Do in Deutschland.


Das Trainingsangebot war breit gefächert und vielfältig:
Ulrich Heckhuis unterrichtete die Schwerpunkte auf Danprüfungen und Fritz Nöpel erläuterte die Anforderungen an höhere Dangrade.
Bei Horst Espeloer trainierten die Teilnehmer die Prinzipien der Selbstverteidigung. Die 4 kleinen Kata im Yuishinkan hatte Manuela Schäfer auf dem Programm.
Bei Christian Winkler und Lutz Klemann konnte man erfahren, was Oyo Bunkai bedeutet. Fritz Nöpel und Axel Koschorreck boten eine Einheit für Jukuren an.
Die Kata Gekisai wurde bei Uwe Portugal mit dem Hanbo gelaufen.
Horst Nehm stellte eine moderne Interpretation des Yuishinkan vor und Manfred Rogalla erklärte die Prinzipien der Bunkai.
Bei Frank Beeking schließlich ging es um die realistische Selbstverteidigung, wie sie sich aus den Grundformen entwickeln kann.



Nach Beendigung der Trainingseinheiten wurden langjährige Weggefährten Fritz Nöpels wegen ihrer besonderen Verdienste um das Karate Do geehrt.
Einen besonders langen Applaus gab es für Eiko Nöpel, die starke Frau an der Seite des Meisters, ohne die dessen Lebenswerk nicht möglich gewesen wäre.
Kamens Bürgermeister Hermann Hupe zeigte sich einmal mehr beeindruckt von der Diszipliniertheit und Höflichkeit der Karateka und brachte seine Hoffnung
zum Ausdruck, dass dieses vorbildliche Verhalten ein Gegengewicht zu der heutzutage oft zu beobachtenden Respektlosigkeit bilden könnte.

Im Anschluss an die Ehrungen gab es eine Vorführung.
Meister Nöpel und die Karateka des Kamener Honbu Dojos zeigten die 12 Yuishinkan Kata sowie Kumite Ura und Nage Waza.

Den Abschluss des Lehrgangs bildete die Jubiläumsfeier mit asiatischem Buffet und zwei Ausstellungen. Der Internationale Sommerlehrgang
präsentiert nicht nur die ganze Vielfalt des Yuishinkan Karate Do, sondern bietet auch die Gelegenheit, viele alte Bekannte wieder zutreffen
und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Eine sehr gelungene Veranstaltung, von der die Teilnehmer zahlreiche Eindrücke mit nach Hause nahmen.