Yuishinkan Goju-Ryu Karate-Do Kamen/Bergkamen

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Berichte

Stilrichtungslehrgang vom 06.11.2016

Ein Stilrichtungslehrgang unter der Leitung von Tobias Zöllner, 5. Dan und Jan Reisige, 3. Dan, fand am Sonntag, den 6. November in Kamen statt und war mit rund 25 Teilnehmern aller Graduierungen gut besucht.


Thema war das Shu – Ha - Ri, also der Unterschied zwischen Grundschule, Formschule und Wegschule.

Zunächst wurde die Grundschule anhand verschiedener Kihon-Techniken geübt. Der Schwerpunkt war dabei die innere Haltung zu den Techniken, d.h. es kam auf Konzentration und Fokus an.
Tobi und Jan stellten heraus, dass eine gute Grundschule das Fundament für die anderen beiden Stufen ist.

Weiter ging es dann mit der Kata Geki Sai Dai Ichi. Nachdem diese sequenzweise erarbeitet worden war, wurde die dazu gehörige Bunkai auf der Linie geübt und bewertet.
Im Anschluss sollten die Teilnehmer eigene Bunkai-Formen entwickeln. Vier verschiedene Bunkai-Formen wurden im Plenum vorgestellt und unter dem Aspekt Grundschule – Formschule – Wegschule besprochen.
Die vorgestellten Bunkai-Formen verdeutlichten diese Begriffe sehr gut.

Nach der Pause gab es einen Furi Uchi Drill, bevor es an den Einstieg in die Formschule mit den Partnerformen Kumite Ura Nr. 6 und Nr. 2 ging.
Weiter wurden noch Nage Nr. 1 und die entsprechende Ura Nage trainiert.

Den Abschluss bildete ein Theorie-Teil. Tobi und Jan gingen auf die geschichtliche Entwicklung des Yuishinkan Go Ju Ryu ein und übersetzten und erklärten die Begriffe Shu – Ha – Ri.
Außerdem wurde das Dojo Kun von Sensei Kisaki erläutert.




Kata:   Geki Sai Dai Ichi



Furi Uchi Drill


 

Dansha-Lehrgang vom 2.10.2016

In Kamen fand am Sonntag, den 2. Oktober ein Dansha-Lehrgang unter der Leitung von Alf Lehmann, 5. Dan, und Martin Nienhaus, 5. Dan, statt.

Das Thema war: Wegschule - die Bedeutung der Kata Bunkai. Wie wird eine Kata gelesen?

Hierzu verteilte Alf zunächst ein Arbeitsblatt. Folgende Fragen wurden in Kleingruppen bearbeitet:

  1. Wie beginne ich eine Kata zu analysieren? Welches sind meine ersten Schritte / Gedanken?
  2. Was darf / soll ich grundsätzlich und was darf / soll ich nicht tun?
  3. Was bedeuten die in der Kata vorgegebenen Bewegungsrichtungen? Haben sie überhaupt eine Bedeutung?
  4. Wie kann ich die Struktur der Kata betrachten?
  5. Welche Bedeutung / Prinzipien verbergen sich hinter einzelnen „technischen Ausführungen“?
  6. Was muss ich persönlich beachten bei der Auswahl / Ausführung „meiner“ Kata Bunkai?

 

Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum vorgestellt und diskutiert.

Im praktischen Teil ließ Alf zwei Sequenzen aus der Geki Sai Dai Ichi betrachten. Verschiedene Interpretationen wurden erarbeitet.

Nach der Pause ging es noch einmal an die Geki Sai als Partner-Bunkai.

Danach übernahm Martin und stellte vor, wie man an das Lesen der Kata einerseits aus westlicher Sicht und andererseits aus asiatischer Sicht herangehen kann.
Die westliche Sichtweise ist eher funktional. Es wird zum Beispiel analysiert, welche Muskeln gebraucht werden, welche Muster im Gehirn abgelegt werden, es gibt naturwissenschaftliche Erklärungen oder physikalische Messungen.
Dagegen ist die asiatische Sichtweise eher eine Bildersprache. So werden hier die Tiere in der Kampfkunst oder die 5 Elemente als Erklärungshilfen herangezogen.

Mit Beispielen aus einer Shotokan Kata ließ Martin für die westliche Sichtweise die Richtungsstellungen zum Gegner üben. Es ergaben sich 3 verschiedene Prinzipien bei drei scheinbar gleichen Sequenzen.
Für die asiatische Sichtweise wurden Übungen zum Muskelaufbau und Anwendungen zur Selbstverteidigung trainiert.
Schließlich wurde die asiatische Sichtweise noch auf die ersten drei Bewegungen der Geki Sai Dai Ichi angewandt.

 

Insgesamt ein sehr lehrreiches Training, das mit rund 30 Teilnehmern gut besucht war.


Kata Bunkai: Geki Sai Dai Ichi


Welche Kata-Sequenz wird hier wohl als Kata Bunkai geübt?

 

Sommertraining 2016 beim KKB e.V.

Wie gewohnt fand in den großen Ferien beim KKB e.V. wieder das Sommertraining statt, das sich speziell an die Oberstufe richtet. Dieses Jahr gab es etwas Besonderes. Nach dem Prinzip der Trainerrotation wurde jeder Trainingsabend von einem anderen Schwarzgurt geleitet. Dadurch ergab sich eine große Vielfalt an Themen:

Den Anfang machte Jürgen Beuerlein mit der 9-Block-Form nach Martin Nienhaus. Weiter ging es mit Michaela Loukidis. Sie ließ Basics wie Kata Umpo, Stände und Kihon Ido sowie Selbstverteidigung im Kreis üben. Die nächste Trainingseinheit übernahm Waldemar Duda. Sein Schwerpunkt waren unter anderem die 4 Kleinen Kata und die Kata Sesan. Bei Heike Buck gab es die 12 Fäuste und bei Andreas Kärting Kata no nage. Markus Swobotta ließ Techniken mit den offenen Händen trainieren. Edith Suttorp hatte sich die Kumite Ura 1 bis 12 ausgesucht. Der nächste Trainingsabend mit Manfred Kliesch hatte Übungen zur Standfestigkeit, Kihon Ido, Kumite Ura und die Kata Sanchin zum Inhalt. Markus Knopp legte seinen Schwerpunkt auf die Selbstverteidigung unter dem Aspekt des Bestehens gegen einen  körperlich überlegenen Gegner. Bei Alexander Hakanesch stand „Parkplatz-Karate“ auf dem Programm, d.h. es wurde draußen vor der Halle in der ungewohnten Umgebung und in Straßenkleidung trainiert. Kihon und Kihon Ido, Pratzentraining sowie Partnerübungen zum Flow waren Thema bei Felix Lehmann. Den letzten Trainingsabend  leitete Manuela Schäfer mit Tritten in allen Varianten.

Als Abschluss des Sommertrainings gab es am 19. August einen Grillabend, bei dem noch ausgiebig über das Gelernte diskutiert wurde.

Ein gelungenes Trainingskonzept mit abwechslungs- und lehrreichen Inhalten.



 

Kyu-Prüfung vom 4. 7.2016

Kurz vor den Sommerferien gab es am Montag, den 4. Juli beim Karate-Do Club Kamen / Bergkamen noch eine Kyu-Prüfung.

Anna-Katharina Hög und Anke Straube, jeweils zum 8.Kyu, Elias Bauer, Semen Toncarin und Dominik Witkowski zum 7. Kyu sowie Bernd Murza zum 1. Kyu traten an. Die Nervosität war bei allen Prüflingen deutlich zu spüren, galt es doch vor den kritischen Blicken der beiden Prüfer Felix Lehmann und Michaela Loukidis zu bestehen. Auch zahlreiche Zuschauer – Familienangehörige, Freunde und Vereinskameraden und sogar Vereinschef Christian Winkler - begutachteten die Teilnehmer.

Die Prüflinge zeigten ihr Können in den Disziplinen Kihon Ido, Kata, Kihon Ippon Kumite und Yakusoku Kumite. Bernd Murza zeigte zusätzlich Kata Bunkai und Goshin-Jitzu-Kumite. Als letzter Prüfungspunkt musste noch ein schweißtreibendes Konditionsprogramm absolviert werden.

Die Teilnehmer waren gut vorbereitet und überzeugten die Prüfer mit ihren Leistungen, so dass alle bestanden und ihre neue Urkunde mit nach Hause nehmen konnten.

Herzlichen Glückwunsch!



Kihon-Ido:


Michaela Loukidis (Prüferin); Anna-Katharina Hög; Anke Straube; Semen Toncarin; Felix Lehmann (Prüfer); Elias Bauer; Bernd Murza; Dominik Witkowski (von links nach rechts)

 

Jukuren-Lehrgang vom 3.7.2016

Fritz Nöpel und Martin Niehaus boten am Sonntag, den 03.07  in Kamen einen Jukuren-Lehrgang an. Thema war die Selbstverteidigung.

 

Im theoretischen Teil erläuterte der Meister zunächst die Unterschiede zwischen dem Karate-Do in China, Okinawa und Japan. Er ging dann ein auf die Wichtigkeit der Kata und Kata Bunkai und gab Hinweise zur richtigen Einstellung zum Kämpfen: Für eine effektive Selbstverteidigung ist eine kurzzeitige hohe Aggressivität notwendig. Viele Karateka, selbst Schwarzgurte, sind dazu aber nicht in der Lage. Weiterhin erklärte der Meister die Begriffe Jissen und Goshin Jitsu und stellte dar, wie man durch Karate-Do seine Angst bewältigen kann. Schließlich ging es noch um den Unterschied zwischen Koushi, also den Späteinsteigern im Karate, und Jukuren, d.h. den Erfahrenen, die auf ungefähr 30 Jahre Karate zurückblicken können.

Im praktischen Teil wurden dann verschiedene Möglichkeiten der Selbstverteidigung geübt: Gegen einen Packangriff wurde eine Doppel-Abwehr durchgeführt, gefolgt von drei Techniken als Konter, wobei diese drei Techniken eine Auswahl aus den 12 Fäusten, bzw. den 12 offenen Händen sowie eine Kombination der Fäuste und offenen Hände sein sollten. Das gleiche wurde dann mit Mawashi Uke als Abwehr trainiert.

Nach der Pause stellte Sensei Nöpel  seine Techniken dar, die er sich im Laufe seiner 60 Jahre Karate  aus der großen Vielfalt zu eigen gemacht hat. Es ging dabei um seine bevorzugten Stände, Zielregionen, Abwehr- und Kontertechniken, Würfe, Griffe und Hebel sowie um seine Lieblingskatas. Der Meister betonte aber, dass jeder für sich zu den besten Techniken finden muss.  Im Anschluss übergab er an Martin Nienhaus, der mit den Teilnehmern Beweglichkeit und das Ineinanderfließen der Techniken übte: Ausgehend von neun aufeinander folgenden Abwehrtechniken (Ude) im Stand wurden diese Bewegungen dann mit dem Partner erprobt. Nach und nach wurden zusätzliche Konterbewegungen mit eingebaut. Dann wurde an diese Abfolge noch die Mawashi Uke mit Übernahme angebaut. Dieses wurde dann noch gesteigert, indem man die ganze Sequenz flüssig mit dem Partner hin und her und mit Armwechsel üben sollte.

Eine anspruchsvolle Übung zum „Flow“ bei den Bewegungen.


Partnerübungen


Hanshi Fritz Nöpel und Renshi Martin Nienhaus erläutern die korrekte Anwendung

 


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