Yuishinkan Goju-Ryu Karate-Do Kamen/Bergkamen

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Berichte

Ichimanmeter 2007

An Pfingstsonntag 2007 hat sich das Kamen/Bergkamener Dojo zum
alljährlichen Ichimanmeter(10000m) Lauf getroffen. Mit ein bisschen Glück
sind wir in einer Regenpause alle einigermassen gut durch den Lauf gekommen.
Seit Jahren gehört der Lauf zu einer festen Veranstaltung in unserem
Trainingsbetrieb. Die Ursprünge gehen noch auf die alte
Yuishinkan-Prüfungsordnung zurück, der Ichimanmeter war zu jener Zeit Zulassungsvoraussetzung für die Shodanprüfung.
Heute eine Möglichkeit sich und andere Dojomitglieder beim gemeinsamem
Durchhalten besser kennen zu lernen.
 

18. Internationaler Goju-Ryu Karate-Do Lehrgang in Kamen 2007

Im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen der Goju-Ryu Karate-Do Stilrichtung in Europa mit ihrem wichtigsten Vertreter, Herrn Fritz Nöpel als Kamener Bürger und Karate-Großmeister waren zu dem begleitenden Karate Lehrgang und den Feierlichkeiten 10 hochdotierte Karate-Trainer aus Japan angereist. Über 800 Kampfkünstler waren dem Ruf von Fritz Nöpel gefolgt und unterzogen sich unter der Leitung der Japaner und mehr als 15 weiterer Trainer aus dem In- und Ausland in über 50 Trainingseinheiten anspruchsvollen Lektionen.

In den Sporthallen der Gesamtschule Kamen war in 4 Tagen "40 Jahre Goju-Ryu Karate-Do aus dem YUISHINKAN in Deutschland" das Motto.

Am Samstag (19.Mai) gab es in Halle I ab 15.30 Uhr im Beisein des Kamener Bürgermeisters Herrn Hupe, der japanischen Gäste und der Vertreter der Karate Landes- und Bundesverbände eine Karate-Do Vorführung. Besonders die traditionellen Trainingsinhalte mit den Partnerformen, in denen verschiedene Situationen der Selbstverteidigung gezeigt wurden, beeindruckten die vielen Zuschauer. Die Konzentration der Vorführenden vom Karate-Do Club Kamen/Bergkamen und vom PSV Dortmund erzeugte eine Spannung, der sich die Gäste und Zuschauer nicht entziehen konnten. Man hätte während der Vorführungen eine Stecknadel in der Halle fallen hören können. Gelöst wurde die Spannung jeweils durch den karatetypischen Kampfschrei Kiai, der zu jeder Technik den Höhepunkt bildet. Bei den besonders spektakulär wirkenden Techniken ging ein Raunen durch die Menge und mancher mag sich gewundert haben, dass der soeben besiegt am Boden liegende Angreifer kurz darauf wieder unversehrt aufstehen und sich vor seinem Opponenten, den japanischen Gepflogenheiten entsprechend, in aller Höflichkeit verbeugen konnte. Hier wurde deutlich eines der Prinzipien des Karate-Do dargestellt, nämlich dass das Erlernen von Selbstverteidigungstechniken im Partnertraining und die perfekte Beherrschung eines potentiellen Angreifers nur unter der Prämisse der Selbstdisziplin und Selbstkontrolle möglich ist. Nur wer sich selbst unter Kontrolle hat, kann auch einen Gegner ggf. kontrollieren und damit von einem Angriff abbringen. Im Partnertraining heißt das, selbst bei hartem Körpereinsatz die Kontrolle nie zu vernachlässigen, weil es sonst schnell zu auch ernsthaften Verletzungen kommen kann.

Die hohe Zahl der Meldungen zu den Dan-Prüfungen (Schwarzgurt) lies den Veranstalter nach einer Ausweichmöglichkeit für diesen Lehrgangsteil suchen. In den Sporthallen der RAG BILDUNG GmbH im Bildungszentrum Bergkamen wurde ein würdiger und überaus zweckmäßiger Rahmen gefunden. Aus Kamen traten Alf Lehmann zum 3. Dan und Hans-Jürgen Mesters zum 1. Dan an und konnten mit Ihren Leistungen überzeugen. Alf Lehmann wurde zudem als bester Prüfling mit dem "Technikerpokal" besonders ausgezeichnet. Damit hat der Kamener Verein wieder einmal seine Ausnahmestellung im Goju-Ryu Karate-Do bewiesen und ist stolz, einen weiteren höher graduierten Trainer aufweisen zu können.

Bei nur zwei Ausfällen, d.h. 2 von 48 Prüflingen, die leider nicht das Ziel erreichten, war das Niveau insgesamt sehr hoch und auch die Kampfkunst-Großmeister aus Japan waren sehr beeindruckt.
 

17. Internationaler Goju-Ryu Karate-Do Lehrgang in Kamen 2006

Annähernd 800 Karate-Sportlerinnen und Sportler haben in diesem Jahr wieder den Weg nach Kamen gefunden, um an einem der bedeutensten Karate-Lehrgänge der Stilrichtung Goju-Ryu in Europa teilzunehmen.

Unter der Leitung von Sensei Fritz Nöpel richtete der KKB e.V in Kamen diesen Lehrgang mit internationaler Beteiligung aus.

Aufgrund seiner guten Kontakte nach Japan, gilt Fritz Nöpel als einer der wichtigsten Repräsentanten und als Wahrer der traditionellen Werte, die besonders im Dojo-Kun, den Etiketten des Goju-Ryu-Karate-Do vermittelt werden. Daraus leitete sich auch das Motto des diesjährigen Lehrgangs ab. Dass Höflichkeit, gegenseitige Rücksichtnahme und Disziplin nicht Selbstzweck sind, sondern auch einem reibungslosen und effektiven Training dienen wurde auch von einigen der international renommierten Trainer betont.
Besonders deutlich wurde dies bei den Trainingseinheiten von Katherine Loukopoulos aus Griechenland. Ihre Methoden mögen dem Aussenstehenden wie militärischer Drill vorgekommen sein, jedoch ist es kaum möglich einen ungeordneten Haufen effektiv zu unterrichten und so unterwerfen sich vor allem die fortgeschrittenen und erfahrenen Karatesportler freiwillig einer strengen Disziplin. Als besonderes Highlight wurde von Frau Loukopolous in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit geboten, sich im Kobudo, einer Unterart des traditionellen Karate-Do prüfen zu lassen. Da diese Prüfung nicht im Lehrgangsplan stand, war die Überraschung groß. Trotzdem meisterten 9 von 10 Prüflingen die gestellte Aufgabe.

Neue Entwicklungen im Karate-Do wurden in zwei völlig verschiedene Richtungen einerseits von Martina Lohmann aus Osnabrück und anderersiets von Fritz Nöpel vorgestellt. Zum einen gab Martina Lohmann Einblicke in das sogenannte Sound-Karate, das sich in z.T. spielericher Weise an die ganz jungen Kampfkünstler richtet. Mit Hilfe von aufgehängten Bällen, die mit den Schlagtechniken nicht berührt werden dürfen- können die Jüngsten an die Techniken des Karate-Do herangeführt werden, ohne dass Verletzungsgefahr besteht.
Ähnlich behutsam geht es beim Jukuren-Karate zu, dass Fritz Nöpel vor einigen Jahren initiert und weiterentwickelt hat. Dieses Training richtet sich in erster Linie an ältere Karate-Ka und Späteinsteiger. Mit den sogenannten "edlen Übungen der Alten" werden recht unspektakuläre aber trotzdem wirkungsvolle Selbstverteidigungstechniken geübt. Unabhängig von persönlicher Konstitution und sportlicher Vorgeschichte kann mit diesen Techniken bis ins hohe Alter ein Mindestmaß an Wehrhaftigkeit aufgebaut und erhalten werden.

Schlechtes Wetter gab zwar vereinzelt Anlaß zu schlechter Laune, der Gesamtstimmung auf dem Lehrgang tat dies aber keinen Abruch. Die Möglichkeiten, fast alle Lokalitäten im Bereich der Gesamtschule Kamen trockenen Fusses zu erreichen wurden um so mehr geschätzt.
 


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