Ein Dansha-Lehrgang mit Meister Fritz Nöpel, 10. Dan, fand am Sonntag, den 02.04. in Kamen statt.
Rund 20 Karatekas nahmen teil.

Das Thema war die Vorbereitung auf die Dan-Prüfung.

Der Meister ging auf häufig vorkommende Fehler ein und besprach umfassend, was bei der Prüfung zu beachten ist.
So behandelte er unter anderem folgende Aspekte:

  • Wie bekämpfe ich die Angst vor der Prüfung?
  • Worauf kommt es bei der Wahl des Prüfungspartners an?
  • Wie sollen die Yakusoku Techniken und die Nage Waza ausgewählt werden?
  • Wie soll die Selbstverteidigung dargestellt werden?
  • Welches sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Dan-Graden?

Im praktischen Teil wurde dann zunächst Kihon Ido geübt, wobei Fritz besonderen Wert auf die Stände legte.
Wichtig ist, dass man unbewusst schon richtig steht, dass die Wendung (Bensoku Dachi) selber auch ein Stand ist und dass man bei und nach der
Abgabe der Kontertechnik bereit sein muss für weitere Techniken.

Nach der Pause ging es weiter mit Partnerformen. Kumite Ura, Nage Waza und SV-Formen standen auf dem Programm.
Jedes Paar übte zuerst seine Formen und stellte diese dann vor.
Dazu gab es von Hanshi Nöpel ausführliche Erläuterungen und Korrekturen.

Wenn alle diese Punkte bei der Vorbereitung beachtet werden, gibt es keine Angst bei der Prüfung.

Die Lehrgangsteilnehmer konnten wieder zahlreiche Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.


Packversuch von vorne, demonstriert von Hanshi Nöpel und Renshi Lehmann.


Nage Waza und Kontrolle nach dem Wurf.


Ein Breitensportlehrgang mit Alf Lehmann fand am Sonntag, den 26. März in Kamen statt.

Das Thema lautete: „Die Grundlagen der Kampfkunst“.

Trotz des schönen Wetters waren 15 Karatekas zum Lehrgang erschienen.

Als theoretischen Einstieg verteilte Alf zwei Texte, die die Merkmale einiger Karate-Do Stile zum Inhalt hatten.
Diese Blätter bestätigten die Aussage:

„Kraft und Ausdauer sind die Grundlage der Kampfkunst.“

Eine gute Kondition bildet die Basis, auf der die drei K’s im Karate-Do, nämlich Kihon, Kata und Kumite, aufbauen.

Nach einer kurzen Aufwärmphase ging es dann direkt los mit Partnerübungen. Zunächst wurde in der Nahdistanz in verschiedenen Abstufungen trainiert.
Weiter ging es mit Übungen in der Bodenlage und Bodenkampf. Gerade für diese Form des Trainings ist Kondition unerlässlich.
Nach verschiedenen Kakie-Übungen standen Sparringsformen in der mittleren Distanz auf dem Programm.
Bei allen diesen Übungen gab es einen permanenten Partnerwechsel.

Nach der Pause wurde mit Sparring weitergemacht. Ein Partner deckte den anderen 1 Minute lang mit Schlägen ein, während der andere nur abwehren durfte.
Dies wurde in mehreren Durchgängen wiederholt.

Dann ließ Alf einen Kraft-Ausdauer-Test durchführen. Es mussten Liegestütze, Sit-ups und eine Halteübung im Stütz absolviert werden.
Hierbei konnte jeder Teilnehmer seinen Stand der Kondition überprüfen. Wie man die erkannten Defizite beheben kann, zeigte Alf anhand von Übungen mit Gewichten. 
Die Langhantel und die Cattle Bells kamen zum Einsatz.
Unter anderem wurden verschiedene Laufübungen mit den Cattle Bells , z.B. der Farmer Walk, durchgeführt.

Den Abschluss bildeten Kombinationsübungen, die aus Laufen, Cattle Bells Swing, Liegestützen und Kniebeugen bestanden sowie die Kata Sanchin.

In der Schlussrunde bestätigten die Teilnehmer, dass Kraft und Ausdauer die Grundlage sind, auf der Kihon, Kata und Kumite aufbauen können.

Dies war ein schweißtreibender Lehrgang. So viele Teilnehmer mit einer „gesunden“ Gesichtsfarbe sieht man sonst nur beim Kagami Biraki.


Ohne Kommentar.


Alf und Waldemar demonstrieren die Übung.


Sparring am Partner


Kniebeugen mit den Cattle Bells (Viehglocke)

Fritz Nöpel und Axel Koschorreck boten am Sonntag, den 5. März 2017 einen Jukuren-Lehrgang in Kamen an.

Thema war die Jukuren No Kata.

Den Anfang machte ein theoretischer Teil, in dem der Meister Erläuterungen zur Jukuren No Kata und allgemeine Erklärungen zum Thema Jukuren gab.

Als Einstieg in den praktischen Teil führte Axel eine Aufwärmgymnastik durch. Dann ging es schon los mit der Kata.
Fritz lehrte den Ablauf und ließ die Kata mehrmals laufen.
Anschließend stellte er Omote-Bunkai-Formen vor, die mit dem Partner geübt wurden.

Nach der Pause ging es weiter mit der Anwendung der Kata.
Fritz zeigte, wie durch Veränderung der Waffen oder der Zielregion zahlreiche Varianten in der Bunkai entstehen.
Auch dieses wurde wieder mit dem Partner geübt.
Danach wurde nochmals der Ablauf der Kata trainiert, wobei der Meister Hinweise zur richtigen Ausführung gab.


Axel übernahm dann das Training mit Erklärungen und Übungen zum Ju.
Hierbei  ließ er auch Bunkai-Formen aus verschiedenen Kata entwickeln.

In der Abschlussrunde berichtete Fritz aus seinem großen Erfahrungsschatz unter dem Aspekt, wie man sich im Alter in der Kampfkunst weiterentwickeln kann,
und erläuterte, was bei einer Prüfung ab 50 Jahren zu beachten ist.

Zum Schluss ging er noch auf den „1-Sekunden“-Wurf und die 48 Würfe in unserer Stilrichtung ein.

Die ca. 20 Teilnehmer des Lehrgangs nahmen viele neue Erkenntnisse mit nach Hause.


Hanshi Fritz Nöpel erläutert eine Kombination aus der Jukuren-No-Kata.


Jukuren-No-Kata